Lymphödem-Prophylaxe durch Nachweis subklinischer Vorstadien des Lymphödems

Der Ödemscanner misst den lokalen Gewebswasseranteil in den obersten 2,5 mm der Haut. Hier liegt das reich vaskularisierte Stratum papillare, in dem über prälymphatische Kanäle (Lymphspalten) und Lymphkapillaren die Lymphbildung stattfindet.

Von dort aus wird die Lymphe über Präkollektoren und Kollektoren den großen Lymphsammelstämmen (Ductus thoracicus, Truncus trachealis etc.) zugeführt. Lymphknotendissektion bzw. Strahlentherapie verursachten eine regionale mechanische Behinderung dieser Strombahn, was zu einer reduzierten Drainage der Cutis führt.

Die daraus resultierende Zunahme des lokalen Gewebswasseranteils misst der Ödemscanner mit einer bisher nicht erreichten Empfindlichkeit. Dank seiner speziellen Technologie (Messung der Dielektrizitätskonstante mit 300 MHz) wird nicht nur das freie Wasser erfasst, sondern auch die Wassermoleküle, die an Proteine und Makromoleküle mit elektrischer Oberflächenladung gebunden sind. Damit werden die Messwerte nicht durch altersbedingte Veränderungen des Hautgewebes oder dessen Fettgehalt beeinflusst, die ja bei jedem Menschen unterschiedlich sind.

Der nicht-invasive Messvorgang ist völlig schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Der Ödemscanner ist drahtlos mit einem Computer in der Praxis verbunden. Die Messwerte werden von einer speziellen Software ausgewertet und dokumentiert. Als Kurvendiagramm ausgedruckt, zeigen sie sehr anschaulich, ob ein Lymphödem „im Anzug“ ist.

Werden subklinische Vorstufen eines Lymphödems frühzeitig erkannt, kann das Auftreten des Lymphödems mit niedrig dosierter Kompressionstherapie und einfachen Vorsichtsmaßnahmen dauerhaft verhindert werden.


Ödem-Scanner

Die Besonderheiten des Systems „Lymphödem-Prophylaxe mithilfe des Ödemscanners“

  • Die Untersuchungen zur Lymphödem-Früherkennung mit dem Ödemscanner sind keine kollektivvertraglichen Leistungen im GKV-System.
  • Die Patientinnen / Patienten erhalten bereits während der Primärtherapie (Brust-, Tumorzentrum) Informationsmaterial zum Thema „Lymphödem-Risiko und Lymphödem-Prävention“ sowie die Adressen der Praxen in ihrer Region, die die Untersuchungen zur Lymphödem-Früherkennung mit dem Ödemscanner durchführen.
  • Die teilnehmenden Ärzte brauchen diese individualvertragliche Leistung (IGeL) den Patientinnen / Patienten nicht anbieten. Letztere kommen bereits mit dem Wunsch in die Praxis, die Untersuchung zur Lymphödem-Früherkennung mit dem Ödemscanner durchführen zu lassen.
  • Die Software des Ödemscanners enthält Therapie-Empfehlungen für den Arzt.
  • Die Software des Ödemscanners enthält die Patienten-Aufklärung sowie den Behandlungsvertrag zum Ausdrucken.
  • Software des Ödemscanners enthält die „Vorsichtsmaßnahmen zur Lymphödem-Prophylaxe“ für die Patienten zum Ausdrucken.
  • Die teilnehmenden Ärzte erhalten detaillierte Empfehlungen zur Analog-Abrechnung nach GOÄ.

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